Plötzlich Opernscout!

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Die Deutsche Oper am Rhein, lud die Opernscouts der Spielzeit 2014/2015 gestern in die Premiere der Operette Die Zirkusprinzessin von Emmerich Kalman ins Theater der Stadt Duisburg ein. Meine Erlebnisse als Opernscout und was ich von der Operette halte will ich hier gern zusammenfassen.

Was ist ein Opernscout?

Was die Kritiker sagen, da streiten sich die Geister, aber auf das was der „Bürger“ sagt – darauf hören so manche. Dies dachten sich wohl auch die Betreiber der Opernhäuser an Rhein und Ruhr. Das Projekt „Erlebte Oper … erlebter Tanz“ welches bereits im Jahr 2009 initiiert wurde, lädt Opernkenner ebenso wie aufgeschlossene Opernneulinge ein als „Scouts“ sich innerhalb einer Spielzeit eine eigene Meinung von den Stücken zu machen und diese in Kooperation mit der Rheinischen Post als Kritiker in Worte zu fassen.

„Wir wollen auf die Menschen zugehen, Neugier wecken für Oper und Ballett, Meinungen erspüren, den Dialog ermöglichen und die Kunst zum Gesprächsthema machen!“

Um Punkt 18 Uhr fand ich mich gestern also vor dem Bühneneingang des Theater Duisburg ein und zusammen mit den anderen neuen Scouts, wurden wir zunächst durch das Theater, über die Bühne in den Zuschauerraum geführt, wo wir alle erstmal Fotografiert wurden. Danach ging es wieder hinter die Bühne in einen Besprechungsraum um das Projekt und uns kennen zu lernen. Die Opernscouts sind ein bunter Haufen aus den unterschiedlichsten Berufen, Altersgruppen und Richtungen, alte Hasen und Opernneulinge, was ich als sehr spannend empfinde.  Wir haben uns dann erstmal reihum Vorgestellt, damit wir überhaupt wussten mit wem wir es jeweils zu tun haben. Da ich bereits kritische Blicke erntete, weil ich wieder mal mit meinem Handy zugange war, tatsächlich aber parallel schon das ganze via Twitter unter dem Hashtag #Opernscout dokumentierte, wies ich auch kurz darauf hin.

Jeder Scout stellte sich kurz vor, mit Name, Alter, Beruf und wie Er oder Sie der Oper gegenüber steht und wie er zum Opernscout wurde. Bei mir war es so, dass ich vor einer Woche in Berlin beim KulturInvest Kongress jemanden von der Oper am Rhein kennen gelernt habe. Wir unterhielten uns über meinen Vortrag zum Thema „Events in Kulturstätten“ und kamen so auf die Opernscouts und ob ich nicht Lust hätte da mal mitzumachen. Gesagt, getan, da ich sowieso kulturell interessiert bin war ich eine Woche später bereits einer.

Die Aufgabe

Was macht also nun so ein Opernscout? Für die Spielzeit werde ich nun eingeladen an 5 Vorstellungen teilzunehmen und darf dann darüber Berichten. Das ganze wird auch in der Rheinischen Post als Scout-Kritik veröffentlich. Also nicht erschrecken! Ich werde das ganze Projekt natürlich zusätzlich via twitter (möglichst live) und auf meinem eigenen Blog begleiten. Die Scouts selbst haben bei der Oper am Rhein auch einen Blog den Ihr >Hier< erreichen könnt. Ich freue mich auf diese Aufgabe und werde versuchen immer einen schönen Einblick zu geben auch hinter den Kulissen.

Erste Hürde – Operette

Mit der Operette hab ich es ja nicht so. Sag ich mal. Zumindest habe ich noch nicht sehr viele erlebt und der wie ich immer so schön sage „Sing/Sang“ ist eigentlich nicht so meins. Daher mag ich auch keine Musicals und ich hab schon einige gesehen wie Starlight Express, Gaudi oder Les Miserables, aber überzeugen konnten diese mich von dem Format Musical nicht. Die Operette als leichte Kost wird ja gerade wieder stark diskutiert, so hat sich auch kürzlich der WDR3 dieses Themas angenommen.

In letzter Zeit haben wir uns ehr die Gruppe Spieltrieb sowie das ein oder andere Ballett oder Schauspiel angesehen und so war ich gespannt auf meine erste richtige Operette. Aber – was soll ich sagen,… Es hat nicht weh getan, im Gegenteil. Die fast drei Stunden Spielzeit verfolgen sehr kurzweilig, die Bühne war toll ausgestattet und das Ensemble bot qualitativ eine atemberaubende Leistung. Ich war erstaunt wie kraftvoll und ohne Verstärkung von Mikrophonen die Sänger Ihr bestes gaben, ganz zu schweigen von den Philharmonikern unter der großartigen Leitung von Wolfram Koloseus.

Opernscout Zirkusprinzessin Oper am Rhein

Ende Gut alles Gut!

Wie es sich für eine schöne Operette gehört hat am Ende dann doch (Achtung Spoiler) die Liebe gesiegt. Saskia und ich waren sehr gut unterhalten und die Scouts waren sich überwiegend einig das… Nenenenene mehr wird an dieser Stelle nicht dazu gesagt, denn Ihr sollt ja alle unsere Kritiken auf dem Blog der Opernscouts bzw. in der Rheinischen Post lesen. Besser noch, Ihr geht selbst ins Theater.

Ich finde das Format Opernscout toll und bin jetzt schon begeistert! Insgeheim hoffe ich schon auf eine Verlängerung meiner Scouting-Tätigkeit.

Link zur Oper am Rhein
Link zum Opernscout Blog
Link zu meinen tweets mit dem Hashtag #Opernscout

Update: Bericht in der Rheinischen Post vom 11.11.2014
Update: Kritik zum Stück auf IOCO vom 10.11.2014

Bildrechte: Deutsche Oper am Rhein // Hans Jörg Michel

Transparenz Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen sog. „Sponsored Post“ – Gesponsorte bzw. bezahlte Beiträge oder Werbung. Dieser Beitrag entspricht dennoch meiner persönlichen Meinung und Erfahrung.

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