Young Moves // Kulturtipp

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Bereits seit vielen Jahren gehe ich gern ins Ballett, umso mehr freute ich mich junge Nachwuchskünstler auf den Brettern die die Welt bedeutet in Duisburg sehen zu können. Als Opernscout der Oper am Rhein konnte ich mir die Premiere der Young Moves ansehen und war wirklich begeistert!

Jeder Künstler hat in seinem Leben sicher einmal das Bedürfnis selbst eine Show oder einen Abend zu gestalten. Die Deutsche Oper am Rhein gibt Ihrem Nachwuchs diesen Raum. Young Moves nennt sich das ganze und besteht aus einem kurzweiligen Abend. Je sechs Künstler hatten die Möglichkeit mit oder ohne Hilfe Ihres großen Mentors Martin Schläpfer sich einmal selbst zu verwirklichen.

Young Moves - Wun Sze Chan: It is passing by – Ensemble | © Gert Weigelt

Young Moves – Wun Sze Chan: It is passing by – Ensemble | © Gert Weigelt

Young Moves – Einmal selbst sein

Jeder Teilnehmer der Company konnte sich bewerben und seine eigenen Ideen vorstellen, sechs von Ihnen wurden dann ausgewählt und konnten unter Zuhilfenahme des gesamten Ensembles der Deutschen Oper am Rhein zeigen was in Ihnen steckt. Und so bescheren uns Alban Pinet, Wun Sze Chan, Louisa Rachedi, Boris Randzio, So-Yeon Kim und Michael Foster einen leichtfüßigen Abend bei dem keine Langeweile aufkommt. Man bemerkt kaum das der „große“ Meister nicht selbst Hand angelegt hat und erfreut sich an jedem Stück auf seine eigene Art und Weise. Tanz, Musik, Licht all das scheint die wirklich große Wertschätzung zu erhalten die man sonst nur von Schläpfer selbst erfährt. Der Nachwuchs wird seines Namens nicht nur gerecht, man könnte eigentlich sagen er ist „flügge“ geworden.

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FIELDWORK: \ˈFĒLD-ˌWƏRK\ (URAUFFÜHRUNG) Louisa Rachedi

Ich möchte nicht alle Stücke ausführlich beschreiben, dazu sind diese viel zu verschieden. Ich möchte aber eins hervorheben, weil es mich wirklich besonders berührt hat. FIELDWORK von Louisa Rachedi ist für mich der Inbegriff eines modernen Ballett. Der Tanz sehr ausdrucksstark, und jeder einzelne auf der Bühnen hat hier die Möglichkeit seine Stärken zu zeigen. Die Kostüme erinnern an eine Mischung aus Endzeit-Roadmovie und Star Trek. Die Beleuchtung karg bis einfühlsam, bringt eine Stimmung auf die Bühne die dem Raum und der Gruppe dennoch viel Platz lässt.

Die Musik mit einem Stück von Cliff Martinez sehr modern gewählt, die sphärischen Klänge erinnern an Nils Frahm oder Klaus Schulze. Da ich ein sehr musikaffiner Mensch bin hat mich das Stück vom ersten Takt an gefesselt. Louisa Rachedi und Ihr Team hat mich buchstäblich geweckt. Nach einem beruflich sehr anstrengenden Tag, tat ich mich sehr schwer die Augen offen zu halten und die gewollte „Langsamkeit“ der ersten beiden Stücke kostete mich viel Kraft. Aber das Stück FIELDWORK hat mich so fasziniert, dass ich von der ersten Sekunde sofort wieder da war. Das muss man erst einmal schaffen, es ist Ihnen mit Bravur gelungen.

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Erstaunt hat mich auch bei diesem Stück, dass mir die einzelnen Tänzer oft nicht bewusst auffallen, schon gar nicht wenn diese keine ausgewiesenen Solo Stücke haben. Die Leistung von Eric White war aber obwohl eine Yuko Kato allein durchs gelbe Outfit und IHren Solo Tanz deutlich in der Vordergrund gestellt wurde, wirklich überwältigend. Seine Bühnenpräsens stach wirklich hervor, dennoch eine tolle Leistung des ganzen Teams.

Young Moves – Das Konzept

Young Moves, das bedeutet sechs mal Ballett, sechs mal Musik, sechs mal Ausdruck, sechs mal Spiel/Tanzfreude. Der Abend war rundum gelungen und ich kann jedem nur dringlichst empfehlen es sich anzuschauen. Die Kürze der einzelnen Stücke haben genau die richtige Länge, um einmal Ballettluft zu schnuppern. Gerade für Interessenten die mal ganz unterschiedliche Ausführungen erleben möchten. Die Stücke sind von klassisch bis modern und zeigen die vielen Facetten heutigen Tanzes.

Young Moves – Das sagt der Opernscout

Der Rheinischen Post gegenüber, die mit der Oper am Rhein kooperiert sagte ich dazu: Ich finde das Konzept des Abends mit den sechs kurzen, kontrastreichen Stücken unheimlich gut. In ihrer Kraft und Energie waren „FIELDWORK“, „ZAHIR“ und „RAPTURE“ für mich die stärksten Stücke des Abends, absolut überragend fand ich Louisa Rachedis „FIELDWORK“, das mich mit seiner Musik, dem Soundtrack zu Steven Soderberghs TV-Serie „The Knick“, sofort elektrisiert hat. Viel mehr als etwa das zweite Stück ganz ohne Musik und „ZAHIR“ mit den sehr bekannten und als Ballettmusik vielleicht etwas abgegriffenen Cello-Suiten von Bach.

So-Yeon Kim: Zahir – Sonny Locsin, Brice Asnar, Eric White, Vincent Hoffman, Chidozie Nzerem | © Gert Weigelt

So-Yeon Kim: Zahir – Sonny Locsin, Brice Asnar, Eric White, Vincent Hoffman, Chidozie Nzerem | © Gert Weigelt

Infos: Weiter Aufführungen – Am Samstag, 25. Juni, sowie am Freitag, dem 1. Juli, jeweils ab 19.30 Uhr gibt es weitere „Young-Moves“-Abende im Duisburger Stadttheater. Dauer: ca. 1 ¾ Stunden, eine Pause. Kostenlose Einführungen jeweils ab 19 Uhr. Karteninfo im Servicebüro des Theaters, Neckarstraße 1, Tel. 0203/ 28362100.

Michael Foster: Rapture – Ensemble | © Gert Weigelt

Michael Foster: Rapture – Ensemble | © Gert Weigelt

Bildrechte: © Gert Weigelt / Deutsche Oper am Rhein

Transparenz Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen sog. „Sponsored Post“ – Gesponsorte bzw. bezahlte Beiträge oder Werbung. Dieser Beitrag entspricht dennoch meiner persönlichen Meinung und Erfahrung.

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