Wie man schnell wieder vom Path abkommt!

Facebook, Google+, VZ Netzwerke, Pinterest, Diaspora, Foursquare um nur einige zu nennen. Das Sie die Netzwerke die uns Aktuell so auf Trab halten. Letzter Spross der Familie mitunter sind Amen oder Path. Doch brauchen wir noch mehr Netzwerke oder noch mehr andere Communitys?
Noch mal von Vorn. Ich mag es neues auszuprobieren, darunter fällt so ziemlich alles was den Social Media Bereich betrifft. Das kostet natürlich auch Zeit und seien wir doch mal ehrlich, sich nur 48h mit einem Tool oder Netzwerk zu beschäftigen reicht oft nicht aus um sich ein echtes Bild davon zu machen. Daher testet man doch mal auch über längere Zeiträume. Sehr oft komme ich dann zur Erkenntnis “Was soll ich hier!” oder “Brauche ich das auch”. Zwei Netzwerke die darunter fallen sind sicher auch Path und Amen aber auch Diaspora. Eigentlich schnuckelige Netzwerke teils in schöner Aufmachung. Besonders hübsch gefällt meinem Designerauge ja Path. Das nahezu schlichte Design des Interface, lässt mein Herz jedes mal höher schlagen wenn ich die App starte. Path ist auch auf die wichtigsten Dinge reduziert. Status, Foto, Ort, Video oder welche Musik ich gerade höre. Eigentlich könnte man sagen “das reicht”! Finde ich auch aber gerade das ist das Problem. Sicher sind wir im Jahr 2012 dort angekommen wo es hingeht. Denn Social Media ist Mobil geworden, was man allein schon daran festmachen kann das viele Dienste nur noch auf Smartphone funktionieren Path gehört dazu. Die Tatsache das man sich hier nur mit 150 “engsten” Freunden vernetzen kann, tut ihr übriges dazu. Wenn ich mir jetzt noch überlegen muss mit wem ich mich befreunde und wen ich wieder abschalte um einen engeren Freund zuzulassen, weil dieser nicht schnell genug war, schaudert es mich. Diesen Path werde ich verlassen, auch wenn es weh tut, weil er Spass gemacht hat.
Ein weiteres Netzwerk, welches ich für mich endlich begraben werde ist Diaspora. Auch hier muss ich zugeben habe ich mich nur aus einer Haltung contra-facebook kurz aufgehalten. Hieß es doch von Anfang an, das man hier wenigstens “Herr der eigenen Daten ist”, was man dafür aber in kauf nehmen musste war das man seinem Freundeskreis erklären musste was Diaspora überhaupt ist. Es ist nicht bunt und es hat wenig Funktionen, dazu kommt noch keiner den ich kenne, ist hier. Es hat zwar nur wenige Stunden gedauert bis die üblichen Namen hier auftauchten, doch so schnell wie diese gekommen sind waren Sie auch schon wieder gegangen. Vom offiziellen ALPHA Status kommt man hier glaube ich kaum noch weg. Der letzte Blick, im übrigen verwies mich auf Wartungsarbeiten.
Wenn ich von Amen anfange zu schreiben wird der Absatz wohl möglich mehr Zeichen haben, als das was ich dort gepostet habe. Mal ehrlich? Wer braucht schon einen Dienst, bei dem die User dir zu irgendeinem Thema ein “Amen” geben? Ähm,… NEIN! Und die VZ Netzwerke sehen wir gerade sterben. Statistisch gesehen haben diese im März 2012 keine Besucher mehr.
Fassen wir zusammen, Netzwerke gibt es zur Zeit wie Sand am Meer und sicher werden in Zukunft noch viele neue hinzukommen. Aber hier muss man mal dran denken das viele Tools nur ein Nischen dasein erreichen werden. Kurz gehyped von den Nerds, werden sie es schwer haben sich gegen facebook durchzusetzen. So sicher auch Google+ denn auch hier tut man sich schwer mit Innovationen oder Implementierung anderer Google Dienste, da ist facebook noch die Messlatte. Sicher auch ein großes Problem werden die “Otto-Mormal-User” sein. Diese haben sich jetzt über viele Jahre hinweg bei facebook eine Existenz geschaffen, Profile gepflegt und Spiele gespielt. Hier wird allzu deutlich klar wie träge die Masse “User” ist, denn von meinen ehemaligen Klassenkameraden z.b. ist mir noch keiner woanders hin gefolgt. Was für mich aber auch logisch ist. Aus der Sicht derer die mit solchen Dienst Geld verdienen muss auch noch viel getan werden, denn erwarte z.b. von einem Dienst wie Google+ das ich diesen extern befüllen kann, sei es per RSS oder mit einem Social Media Tool wie Hootsuite oder Tweetdeck. Es kann nicht sein das ich jeden Post in jedem Netzwerk manuell ausführen muss. Auch das Thema Datenschutz wird sehr wichtig und hier müssen alle noch Nacharbeiten, vor allem Pinterest. Hier könnte es noch mächtig krachen wenn ich Urheberrechtlich geschütztes Material von A nach B pinne.
Wir dürfen gespannt sein was als nächstes kommt!


Ich finde es total in Ordnung wenn man merkt, dass ein Netzwerk nicht mehr etwas für einen ist. Bei Diaspora schaue ich auch nicht mehr vorbei, Amen ist – hmm – ja – nett. Mehr auch nicht. Bei Pinterest sehe ich das ähnlich: Da muss man höllisch aufpassen was Urheberrechte anbelangt, ich kann selbst bei Creative-Commons nicht immer davon ausgehen, dass ich das verwenden darf bei den ganzen Lizenzmodellen. Abgesehen mal von der Frage, ob Pinterest auch ein Impressum braucht… Schließlich sind wir in Deutschland, da braucht alles in Impressum.

Bei Path warte ich noch etwas ab – mir gefällt die Oberfläche, mir gefällt das unkomplizierte dabei und mir gelingt es nebenbei noch Instagram und Foursquare zu bedienen. Nicht unbedingt so häufig wie früher, aber das hängt ja mit der normalen Entwicklungskurve zusammen: Euphorie – Ernüchterung – Alltag. Insofern: Ich mag Path und ja, die Begrenzung auf 150 Leute ist etwas, was natürlich kritisch gesehen werden kann. Allerdings hat das schon seinen Sinn, wenn man mal überlegt mit wievielen Leuten man auf Facebook oder Twitter denn nun mal wirklich engen Kontakt hat. Path ist halt etwas persönlicher und näher als Instagram oder Foursquare. Ob das so bleibt ist die Frage, aber momentan bleibe ich noch auf Path. Aber Du hast recht: Ich habe vorher auch nicht noch Gowalla bedient oder checke bei Miso ein weil mir ein Dienst genügt.
Ad Astra
Es fehlt halt noch das “Übertool” mit dem man alles befüllen kann. Ausserdem stelle ich fest das viele Freunde die ich gern z.b. auf Path hätte, einfach nicht dort sind.
Ich bin ja Otto-Normal-User und kann nur sagen, schön ist was gefällt und was mich auf einfachstem Weg zum Ziel führt. Und da komme ich am einfachsten mit Facebook ans Ziel. Habe mal Pinterest angetestet, das ist einfach ,schick und schnell(was scheren mich Urhebergesetze
) Nur einmal eingerichtet fehlt mir ein wenig die Einsicht was das soll. Da mache ich lieber getglue , damit Christian auch immer schön mitbekommt ,dass ich Doctor Who gucke. Ich glaube g+ wird noch richtig kommen ,wenn die ihren Usern das noch einfacher machen alles miteinander zu verschmelzen. Ich kann mir Path ja mal angucken , damit der Tentler ganz irre bei meinen klout Werten wird
CYa
Ich hab hierzu ein schönes Zitat auf quote.fm (oh ein weiteres
) gepostet: http://bit.ly/xMr7vA
Was ich aber gerade an Path mag ist, dass man eben wirklich nur seine engsten hinzufügen und mit ihnen teilen kann.
Braucht man wirklich überall > 150 User die den eigenen Kram lesen? Meiner Meinung nach grenzt das Follower/Kontakte/Freunde erhaschen schon leicht an Attention Whores, Inhalte teilen schön und gut. Aber wie sich Christian schon gefragt hat: wie viele Kontakte interessieren sich in der Facebook Kontaktliste für Themen abseits vom Wetter/Liebeskram oder Essen? Ziemlich wenige.
Path verwende ich hier wirklich, um jeden erdenklichen (sorry hierfür) Scheiss mit ihnen zu teilen. Weil ich bei ihnen weiß, dass es Leute sind mit denen, wenn ich ihnen persönlich gegenüberstehe, genau so reden/handeln würde. Natürlich mache ich es hier auch nur so weit, wie ich es vertreten kann.
[...] Rouven habe ich heute einen Artikel gefunden wo es darum geht, wie/warum man schnell wieder von Path weg [...]